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Die Deutsche Islamkonferenz: Von Ehrenmorden, Ganzkörperbadeanzügen und dem Schaulaufen der Panikmacher

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dik_latestAußgerechnet Innenminister Wolfgang Schäuble, Innenminister und Prophet und Verkünder der Endzeit des Abendlandes, war es, der am 27. September 2006 den Startschuss für die erste Sitzung der Deutschen Islamkonferenz gab. Die Deutsche Islamkonferenz bzw. das Innenministerium äußern ein ehranhaftes Ziel, aber meiner Meinug nach reicht die Integration der Muslime (er auch immer damit gemeint sein mag) für ein Gutes Miteinander nicht mehr aus.

“Ziel des langfristig angelegten Dialoges zwischen staatlichen und muslimischen Vertretern ist eine bessere religions- und gesellschaftspolitische Integration der muslimischen Bevölkerung und ein gutes Miteinander aller Menschen in Deutschland, gleich welchen Glaubens.” (Ziele der DIK)

Leider hat die Islamkonferenz meiner Meinung nach versagt und sie hat entäuscht. Sie war ein Schaulaufen der personifizierten Eitelkeiten. Wie zum Beispiel die unsagbare Necla Kelek, Soziologin, die von arrangierten Ehen schreibt, von Zwangsheirat vom Schicksal junger Frauen, gepeinigt durch ein islamisch gesprägtes Umfeld, endend im genuin-islamisch deklarierten Ehrenmord. Willkommen in Deutschland!

Wenn Frau Kelek sich differenzierter der Sache genähert hätte, dann würde sie Integrationsschwierigkeiten nicht an religiöser Überzeugung festmachen, denn genau wie die geringgebildete anatolische Arbeiterfamilie unser Türkeibild vorschreibt, so sind es auch die Negativschlagzeilen, die alles unter einem religiösen bzw. ideologischen Aspekt sehen wollen.

Es ist fatal und zeigt die Hilflosigkeit der Beteiligten, wenn die Konferenteilnehmer wieder die Kopftuchdebatte führen, die wenig feingeistig aufzeigt, was wirklich die Unterdrückung der Frau bedeutet, da tatsächlich auch bekopftuchte Damen zu Wort kommen: Ihr zu sagen, dass sie keine Kopfbedeckung zu tragen hat.

Ein weiteres Thema war Bildung: Ja, es ging natürlich am Rande auch darum die Bildungschancen von sogenannten Kindern mit Migrationshintergrund zu erhöhen (Anmerkung: Ich bin auch eins!). Viel wichtiger schien dann doch die Diskussion über den Sportunterricht zu sein. Und hier taucht wieder die sogenannte Islamkritikerin Necla Kelek auf, die 2006 in einem Bericht für das Bundesamt für Flucht und Migration schrieb, es gäbe “eine erhebliche Verweigerungshaltung” der Eltern, ihre Töchter in den Sportunterricht zu schicken. Das zieht natürlich ein großes Medieninteresse nach sich, denn das sind die Themen, die interessieren: Ehrenmorde, sogenannte “islamische” Ganzkörperbadeanzüge und Konvertiten, zu Super-Muslimen mutierte Deutsche, die nichts anderes im Sinne haben als die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Hier zeigen sch mehrere Probleme: Ein großer Teil der Jungendlichen mit Migrationshintergrund ist faktisch deutscher Staatsangehörigkeit. Über die religiöse Schiene, hier also den Islam, zu versuchen, sie zu “Nichtdeutschen” zu machen ist perfide und lenkt ab, denn das Problem ist nicht die Religion, die im Falle des Islam viel vielschichtiger und diskursoffener ist als es zum Beispiel die katholische Kirche jemals war. Das Problem ist schlicht und ergreifend Armut und die macht keinen Halt vor Staatsangehörigkeiten, Hautfarbe oder der Art und Weise der Religiosität.

“Laut der Studie haben 45 Prozent der in der Bundesrepublik lebenden Muslime ausländischer Herkunft einen deutschen Pass.” (Tagesschau.de zitiert das Bundesamt für Flucht und Migration)

An anderer Stelle wird gesagt, dass das Bundesamt es als positiv betrachte, dass mehr als die Hälte dieser Muslime inzwischen in deutschen Vereinen eine Mitgliedschaft haben… eine seltsame Vorstellung, die da vom “Deutschsein” vermittelt wird…

Das gleiche Ministerium für Migration und Flüchtlinge, dass 2006 von einer “erheblichen Verweigerungshaltung” sprach, sagte nun im Zuge der aktuellen Sitzungsperiode der Deutschen Islamkonferenz, dass die “große Mehrzahl” der Schülerinnen und Schüler aus muslimisch geprägten Ländern am Sportunterricht teilnähmen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass gerade das Thema Sportunterricht / Schwimmunterricht in den Medien und auch von der DIK so in den Mittelpunkt gestellt, dass einem der Gedanke kommt, der Herr Innenminister benutzt diese Veranstaltung lediglich als Werbeplattform. Ihm wird klar sein, dass er nicht mehr Everybody’s Darling wird. Ich bin mir nur nicht so sicher, ob erwirklich glaubt deutschen Muslimen und hier lebende ausländische Muslime beeindrucken zu können durch eine Reduktion des Islam auf das Kopftuch und den Islamismus. Die jungen Familien muslimischen Glaubens die ich kenne, haben einfach kein Geld, leben auf beengtem Raum und fühlen sich verunsichert. Da wird schnell die Absage der Klassenfahrt der kleinen elfjährigen Sevil von der Schulleitung religiös umgedeutet. Das sich die Eltern schämen, weil sie ihrem Kind die Fahrt nicht bezahlen können, darauf kommt niemand…

Ich glaube eines ist aber auch entscheidend: Wir als Deutsche müssen auch unsere Identität finden in einer globalisierten Welt, denn wir können nicht mehr behaupten Deutschland sei kein Einwanderungsland und wie wir wissen hat das religiöse Bekenntnis immer weniger mit der Herkunft oder der Nationalität zu tun. Wenn wir uns nicht von uns selbst entfremden möchten, dann müssen wir akzeptieren, dass wir gezwungen sind in einer Diversität zu leben, dieser Zwang aber ein positiver Zwang ist, solange wir uns nicht aus Unkenntnis und daraus resultierender Angst zurückziehen. Fragen sollten gestellt werden und Fragen sollten klar beantwortet werden. Kopftuchdebatten sind ganz hübsch, um auch einmal zu beweisen, dass das Kopftuch nicht den Verstand einer Frau verhüllt, tragen aber wenig zum Verständnis der Vielfältigkeit des Islam bei.

Eine ältere Mitbürgerin sagte mir einmal, sie hat “Angst vor der Islamisierung”, sprach von “der Überfremdung”. Ich konnte nur sagen: “Gewöhnen Sie sich dran”, und dachte mir dabei, dass das ja kein neues Phänomen ist, denn gerade die arabisch-islamische Welt lebt von ihrer Vielfalt und die an sich arabische Urgemeinde ist auch “überfremdet” worden. Nur hat man das Beste aus diesem Prozess gemacht und nicht versucht etwas aufzuhalten, was nicht aufzuhalten ist.

Nun zurück zu den Teilnehmern, einem Schaulauf der Panikmacher?

Die ungeklärten Hintergründe der vermeintlichen Sauerländer Terrorzelle und der Konvertitenstatus eines Beteiligten lässt den Stern eine Frage stellen, die ich mich in Bezug auf viele Dinge stelle...

Die ungeklärten Hintergründe der vermeintlichen Sauerländer Terrorzelle und der Konvertitenstatus eines Beteiligten lässt den Stern eine Frage stellen, die ich mich in Bezug auf viele Dinge stelle...

Personen wie Necla Kelek tragen meiner Meinung auch nicht dazu ebi irgendeine Art von Integrationsarbeit zu leisten oder die Lebenswirklichkeit der hier lebenden Muslime den Nicht-Muslimen zu erklären. Sie selbst hat sich doch distanziert, ja stülpt über die arabisch islamische Welt grausame Traditionen und Erziehungsmuster, die wir vor hundert oder zweihundert Jahren im Westen doch ebenso praktiziert haben. Was hat das also mit Islam zu tun? Ich halte es außerdem gefährlich, dass man Personen an den Tisch holt, die zwar eine wissenschaftliche Ausbildung haben, die sich aber bislang eher prätentiös über den Islam geäußert haben und denen eine Negativstimmung einen besseren Absatzmarkt für ihre Bücher liefert und je mehr darin der Islam und nicht etwa im Falle der Zwangsheirat oder des sogenannten Ehrenmordes die türkische Gesellschaft als Verursacherin gekennzeichnet wird, ums so mehr fühlen sich die Käufer doch bestätigt.

Der Focus hilft wieder Nationalität und religiöse Überzeugung messerschaft zu trennen und ein Spiegel Spezial warnt vor Reisen in ein Land, dass niemand kennt. Kann mir jemand helfen?

Der Focus hilft wieder Nationalität und religiöse Überzeugung messerschaft zu trennen und ein Spiegel Spezial warnt vor Reisen in ein Land, dass niemand kennt. Kann mir jemand helfen?

Wir erleben doch einen Boom dieser neuartigen Opferliteratur: Meißt Frauen, die wirklich schlimme Dinge erlebt haben, aber nicht so weit gegangen sind zu analysieren, womit das Leid, dass ihnen geschehen ist wirklich zusammenhängt. Was wir schon bei Betty Mahmoodys “Nicht ohne meine Tochter” hatten,finden wir nun auch, und in einer viel größeren Quantität bei der Rechtsanwältin Seyran Ates (ebenfalls Mitglied der DIK). Meiner Meinung nach persönlich befangene Vertreter, genauso wie der Innenminister selbst (psst, nicht weitersagen).

Auch das die DITIB (Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.) vertreten ist, ist ein Skandal. Hier hat man alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Wieso muss ein faktischer Regierungsvertreter der Türkei am Tisch der Deutschen Islamkonferenz sitzen?

Einzig Positiv: Islamwissenschaftler kommen zu Wort. Mit Frau Havva Yakkar und Herrn Dr. Navid Kermani, der mit seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen auch die Masse fesseln kann, hat die DIK vielleicht noch die Möglichkeit zu differenzierteren Ergebnissen zu kommen.

Wobei das Fazit eigentlich sein müsste: Weniger ist mehr! Weniger Islam – mehr gute Bildungs- und Sozialpolitik für alle Menschen in Deutschland, welche Wege sie zu Gott auch gehen mögen…

Discussion

7 comments for “Die Deutsche Islamkonferenz: Von Ehrenmorden, Ganzkörperbadeanzügen und dem Schaulaufen der Panikmacher”

  1. Ich kann nicht glauben, dass dieser Abschnitt in seiner einzig möglichen Interpretation und Implikation derart von Dir beabsichtigt war.

    Daniel: ‘Wir erleben doch einen Boom dieser neuartigen Opferliteratur: Meißt Frauen, die wirklich schlimme Dinge erlebt haben, aber nicht so weit gegangen sind zu analysieren, womit das Leid, dass ihnen geschehen ist wirklich zusammenhängt.’

    Opferverbände wie der Weiße Ring zeigen in Ihrer Erfahrenheit bewusst wenig Bestreben, den Opfern durch die Darlegung der Motivation des Täters zu helfen. Das begrüße ich. Vielmehr wird die Täterschaft klar benannt und verdient kein Verständnis im Sinne einer wie vorweg benannten Aufarbeitung oder gar einer Vergebung.

    Das ‘Leid’ bedeutet bei den Muslima der Opferliteratur die Beschränkung des Individuums auf ein gehorsames weibliches muslimisches Wesen, dem Manne unterstellt. Die ‘Opferliteratur’, welche ich bislang gelesen habe, kennt jahrelange Vergewaltigung und schwere Prügel. Die Indoktrination der eigenen Kinder durch den Ehemann und gegen die Mutter gerichtet. Einen harten Ausstieg aus der familiären Situation mit der Flucht ins Frauenhaus und der nachfolgend berechtigten Angst vor Entführung oder dem sogenannten ‘Ehrenmord’.

    Zurück nach Münster, meiner Stadt, die ich sehr gut kenne und deren Menschen ich zu Zehntausenden gesprochen habe: Bei Ausnahmslosen allen weiblichen Opfern von versuchten und tatsächlichen sexuell motivierten Übergriffen waren die Täter ausnahmslos dem Klischee entsprechend und die Herkunft betreffend. Muss ich mehr sagen? Wohl nicht und dem Tabuthema ist genüge getan.
    Hier würde ich mich hüten, den Frauen eine Analyse nahezulegen. Sollen sie die Veränderungen akzeptieren, wie der Oma angeraten, und gar auf den Minirock verzichten.

    Da sagte mir ein tiefgläubiger syrischer Moslem, dass eine Frau, welche sich im ‘halbnackt’ und lächelnd nähert, von ihm ‘nicht respektiert’ werden kann.

    Immerhin ist hierzulande die Publikation von Opferliteratur möglich und ich verdamme diese machoiden Täter, die in ihrer selbstherrlichen Gefestigtheit durch kulturelle und religiöse Weltsicht, nach erfolgtem ‘Ehrenmord’ an der jahrelang gequälten Frau im Gerichtssaal noch die Chuzpe haben, den Staatsanwalt tätlich anzugreifen und dem Richter eine Morddrohung aussprechen.

    Ein libanesischer Elektroimporteur sagte mir im vertraulichen Gespräch, dass es bei ihm nicht gut laufe und die Situation sei schwer. Wenigstens aber, so der Gute wörtlich, habe er seine Frau voll im Griff und das mache gegenwärtig für ihn eine Lebensqualität aus.

    Ein türkischer Akademiker, mittlerweile recht wohlhabend durch seine Beratertätigkeit im IT-Sektor, stets freundlich und kosmopolit, war auf ‘Heitmaturlaub’ und seine Cousine hat beim gemeinsamen Essen mit Freunden und weiteren Angehörigen angekündigt, sie wolle mit zwei Freundinnen in den Badeurlaub. Wohlgemerkt eine junge Erwachsene. Der so gebildete und für gewöhnlich nette Cousin aus Deutschland schilderte mir dann, wie er es als seine Pflicht verstand, die junge Dame am Schopfe gepackt und nach hinten vom Stuhl zu ziehen und zweimal schallend zu ohrfeigen. Das würde von ihm so erwartet.

    Im Islam, d.h. in der echten gelebten Welt, ist die Frau nicht dasselbe, sie ist sehr viel weniger wert, im Höchstfall die Hälfte des Mannes.

    Das waren so spontan meine Gedanken nach besagtem Abschnitt von Dir.

    Gruß,
    Nedzad

    Posted by Nedzad | Juli 3, 2009, 06:50
  2. Aber Gewalt an Frauen ist doch kein Thema, dass es erst seit dem Aufkommen des Islam gegeben hätte. Du hast Recht es ist ein Unterschied zwischen Theologie und gelebter religiöser Praxis, denn im Gegensatz zum Christentum hat die Frau aus islamischer Perspektive keine Erbsünde in sich. Historisch hatte die Frau an eine größere Bedeutung in der arabisch-islamischen Welt als man ihr heute zugesteht. Das hat nichts mit Islam zu tun, das hat mit Bildungs- und Sozialpolitik zu tun. Ja, und auch Akademiker können dumme Menschen sein.

    Ich bezog mich auf die was Opferliteratur unter dem Aspekt, dass sie gezielt etwas miteinander verknüpft, dass nicht belegt ist, damit die Publikationen gut verkauft werden. Steht auf dem Buch “sozio-kulturelle Analyse” kauft es doch niemand. es geht auch nicht so sehr um persönliche Erfahrungsberichte (die sind sowieso subjektiv und sind eine Momentaufnahme), sondern vielmehr um die angeblichen Analysen, die hunderte dieser Beispiele nennen und in allen Details aufführen.

    Bestes Beispiel ist Necla Kelek selbst, die in ihrer Dissertation zu anderen Ergebnissen kommt als in ihren vielzähligen gut vekauften Publikationen. Ich würde sogar soweit gehen, dass sie sich selbst komplett widerspricht. Den sie hat Geld gerochen nachdem sie gesehen hat, was sich wirklich gut verkauft und das sind gute, einfache Stereotypen. Das das ganze dann noch mit dem Kopftuch verknüpft wird, nachdem Motto nur Frauen mit Kopftuch erleiden Gewalt, weil sich ja da schon die Unterordnung unter den Mann zeige, dann lassen wir die außer Acht die bewusst keins tragen und dennoch häusliche Gewalt ertragen.

    Dein Beispiel des türkischen (deutschen?!) Akademikers zeigt doch was Sache ist: Das Islamverständnis ist einfach ein unterschiedliches, genauso wie in der Gesellschaft das Bild von einer funktionierenden Familienstruktur durchaus unterschiedlich ist. Es ist doch nichts Neues, wenn ich sage, dass das Rollenverständnis von Frauen und Männern in allen Kulturen immer problematisch war und ist. Hier plakativ das Bekenntnis ins Feld zu führen tut dem Großteil der leidenden Frauen Unrecht, die diesem Bekenntnis nicht angehören.

    Das Phänomen des Ehrenmordes ist kein genuin islamisches Phänomen, sondern in allen pariarchalischen Gesellschaften und zu allen Zeiten anzutreffen. Generell in allen Gesellschaften, die einen bestimmten Begriff von Ehre prägen und so findet man dann auch eine Vielzahl von Fällen in Italien vor.

    Das islamische Recht, so barbarisch es in der Strafrechtsordnung ist, kennt keine Grundlage für den Ehrenmord. Täter werden unter Mordanklage gestellt und hingerichtet. Betrachten wir die Türkei, dann sind uns oft Fälle aus dem Südosten Anatoliens bekannt. Das Phänomen wird in der Türkei auch ganz anders wahrgenommen.

    Seyran Ates zum Beispiel aber kennezeichnet die Praxis als islamsich und ist nicht in der Lage die auffallende Häufung von Ehrenmorden in der Türkei zu eklären.

    Es geht im Bereich Gewalt gegen Frauen nicht darum Verständnis aufzubringen oder dem Täter zu verzeihen, es geht eher darum darauf aufzuweisen, dass es die persönliche Entscheidung jedes Mannes ist wie er sich seiner Frau gegenüber verhält. Das Verweisen auf etwaige religiöse Beweggründe ist vollkommener Schwachsinn und vielleicht sollte man generell davon abkommen alles unter dem religiösen oder ideologischen Aspekten zu betrachten.

    Das islamische Glaubensbekenntnis als Ursache herzunehmen ist zu einfach, führt zu einer Stigmatisierung der Religion und auch der Frau, die sich unter Umständen dennoch als gläubige Muslime sieht.

    Posted by Daniel Roters | Juli 3, 2009, 18:03
  3. Salam und Ya Halla Daniel,

    habe deinen Text nun durchgelesen und fand ihn im Großen und Ganzen ganz ordentlich, da ich meine deinen Standpunkt und deine Intention (bzgl. der Teilnehmer und deren “Schaulaufen”) verstanden zu haben.

    Allerdings ist da doch etwas was ich mich frage: und zwar sagst du, dass die Islamkonferenz in deinen Augen enttäuscht und versagt habe. Und das obwohl die Teilnehmer und die Initiatoren sie selbst als gelungen bezeichnen würden. Welche Alternativen siehst du denn für diese Konferenz? Was sollte stattdessen getan werden, deiner Meinung nach?
    Das mehr Geld in die Bildungspolitik und in die Förderung gesteckt werden sollte ist klar, denke ich, und auch Unabhängig von Ethnie, Religion & Co.

    Yallah Bye, Fatma ;-)

    Posted by Fatma | Juli 9, 2009, 20:52
  4. Hi, ich denke Deutschland bedarf es nicht einer Islamkonferenz, sondern einer Konferenz, die generell Probleme diskutiert, die wir als Einwanderungsland, welches sich erst spät dazu bekannt oder dabei ist dies zu tun, hat. Statt auf Oberflächlichkeiten abzuzielen, sollten hier vielmehr rechtliche Themen im Vordergrund stehen. Der Ausrichter, das Innenministerium, ist meiner Meinung ein ungeeigneter Partner. Ich finde andere Ministerien, vertreten durch Frau Schavan oder auch Frau von der Leyen , hätten andere Aspekte in die Diskussion eingebracht. Ein Ministerium, dass Gesinnungstests, faktisch für Muslime, einbringt wird für viele Muslime einfach nicht als Ausrichter einer Konferenz akzeptiert werden, in der es auch um eine neue Diskussionskultur gehen sollte, abseits vom Kopftuch oder ehrenmordenden Anatoliern. Am Tisch sitzen meist Leute die ausgewiesen islamkritisch zu sein, schön und gut, das ist aber leider nun einmal Mode geworden, weil es sich verkauft und die Menschen sich in ihrem diffusen Bedrohungsgefühl noch bestätigt sehen, sodass es bei einer unsachlich vorgetragenen Kritik bleibt, die dann wenig konstruktiv ist. Den Islam als das einzige Thema in den Blickpunkt zu nehmen halte ich verkürzend, wie ich sagte leiden nicht nur Migrantenfamilien unter einem wachsenden Druck, sondern Menschen, die weder Muslime sind und deren Familien immer schon deutsch waren. Desweiteren halte ich eine doppelgleisige Politik im Sinne von: Wir haben Islam zum Thema, aber wollen nicht, dass der Islam eine anerkannte Religionsgemeinschaft in Deutschland ist, für fatal. Das setzt ein falsches Signal und vermittelt Unehrlichkeit im Umgang mit deutschen und auch nicht-deutschen Muslimen. Was innerdeutsch geschieht ist ein Spiegel der außenpolitischen Haltung zur Türkei, da muss man sich nicht wundern wenn die Türken sich nun mehr und mehr abwenden und Erdogan nun immer mehr durchblicken lässt, dass das Interesse an der EU schwinde nach einem jahrzehntelangem Reformprozess, um immer neue Hürden für die Aufnahme zu überwinden.

    Posted by Daniel Roters | Juli 10, 2009, 01:43

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    Posted by ORLANDO | September 5, 2010, 14:22

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    Posted by JOSHUA | September 6, 2010, 10:43

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    Posted by KENT | September 7, 2010, 05:32

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