[singlepic=602,200,240,,left]In Europa diskutiert man seit den Anschlägen des 11. Septembers auf die Zwillingstürme des World Trade Centers über den islamistischen Terrorismus. Medien und Menschen auf der Straße fällt es dabei schwer zwischen Muslimen und Islamisten zu unterscheiden. Die einen sind die Anhänger einer der drei großen monotheistischen Religionen. Die anderen bezeichnen sich als Muslime und nutzen den Koran, für Muslime das Wort Gottes, um eine politische Ideologie des Hasses, der Tyrannei und des Terrors abzuleiten. Der liebe Gott, wenn es ihn den gibt, würde sich an den Kopf fassen, schließlich versuchen da einige schwarze Schafe Zwietracht zwischen den Brüdern und Schwestern des Monotheismus, d.h. zwischen Juden, Christen und Muslimen, zu säen. Bei den Diskussionen wird, wie wir neuerdings durch Geert Wilders (vgl. den Artikel Geert Wilders’ “Fitna”: Ein unheiliger Krieg…) wissen wenig Sorgfalt auf eine präzise Äußerungsweise verwendet. Mitunter bedienen sich Medien, wie Medienmacher (Geert Wilders ist da nur ein Beispiel) der gleichen Mittel wie die Prediger des Hasses, die nicht nur Flugzeuge entführen, um Nicht-Muslime, wie Muslime umzubringen, sondern eine ganze Glaubenslehre “hijacken”. Nicht umsonst fragen sich da einige junge Muslime weltweit “Who hijacked my religion?” (”Wer hat meine Religion entführt?”). Dabei machen sie sich das Web 2.0 zu Nutze, wie zum Beispiel Ali Baba von ummahfilms.com, der in den USA unter anderem Vorträge hält, um zu zeigen, dass Islam nicht Terror ist und, dass Religion durchaus eine humorvolle Komponente hat.
Wenn wir schon in den USA sind, dann sind wir bei McDonald’s. Ihnen ist der letzte BigMac sicherlich noch in Erinnerung… der Salat, die Tomaten, das saftige Fleisch…. Cut. Meine Frage ist jedenfalls, wieso wir zunehmend mit islamistischem Terror zu tun haben. Zumindest wenn wir den Medien Glauben schenken. Bin Laden jedenfalls kannte vor dem 11. September kaum jemand. Einer der mit Bin Laden ganz gut war, war George W. Bush, samt Familienanhang. Jedenfalls war der 11. September die Initialzündung (blödes Wort in dem Zusammenhang, ich weiß) für ein Unternehmen, eine Marke, die unter Anderem in Tunesien, Ägypten, England, Spanien und den USA “erfolgreich” gewesen ist. Der Name: Al Kaida bzw. ???????. Die falsche Aussprache im Westen, zaubert hier so manchem Jugendlichem ein Lächeln ins Gesicht, denn “Al Ka-iiiiida” bedeutet “Gefährtin, Partnerin” und das sind die Terror-Brüder ja wohl kaum…
Nun, die Medien bringen bei jeglichem Anschlag an denen auch nur ein Muslim beteiligt ist Al Kaida ins Spiel. Dabei wird schon garnicht mehr geprüft, wo die Quellen der Nachrichtenagenturen liegen. Al Kaida ist ein Synonym für Terrorismus geworden, so wie der Islam mit Terror gleich gesetzt wird. Dabei erlauben sich die Burschen dieser Truppe so ziemlich alle anderen terroristischen Gruppen von den Kanälen zu verbannen, obwohl ETA und Co. nach wie vor existieren, Helfer werben und weitermachen. Eine Frechheit ist das! Schließlich ist der Durchschnittsterrorist auf ein Medienecho angewiesen, genau wie alle anderen, die ihre Botschaft von Angst und Schrecken verbreiten wollen und dabei nicht Unsummen an Geldern ausgeben wollen oder können. Geert Wilders “Fitna” jedenfalls könnte genauso gut als Werbevideo für diese Truppe mit einem bekannten Gesicht, das des bin Laden, dienen. Ich stelle mir jedenfalls die jungen Burschen vor, wie sie vor ihrem Notebook sitzen, sich “Fitna” anschauen und sich einen Apfelkuchen freuen, dass gerade ein Westler sie so gut getroffen hat, und damit meine ich in Szene gesetzt hat.
Al Kaida funktioniert wie McDonald’s. Das ist meine These. Indirekt formuliert sie Peter Waldmann in seinem Buch “Terrorimsmus. Provokation der Macht”, indem er sagt, dass Terrorimus seit jeher, ob im zaristischen Russland oder in der globalisierten heutigen Version, eine Kommunikationsstrategie zwischen Staaten, Bürgern und Terroristen sei. Hierbei bediene sich jeder Beteiligte zuweilen des Terrorismus, wenn man an den Kern der Sache gehe, denn Sicherheitswahn, bishin zu staatlichem Terror zur Abwehr von Terroristen treffe letztendlich mehr Menschen als die einzelnen Terrorzellen selbst. Auch widmet er Stellen seines Buches der Venetzung von Zellen, sowie dem System des internationalen Terrorismus, welches – wenn man seine Gedanken knapp zusammenfasst – tatsächlich wie ein Franchise-Model funktioniert.
Nennen Sie mir eine internationale erfolgreiche Franchise-Marke… nun McDonald’s ist da sicherlich eine ganz gelungene Wahl. Von New York, über Moskau und Paris bis Kairo und Riad, perfekte Burger, dazu oft noch angelehnt an die Essgewohnheiten und Bedürfnisse der jeweiligen Kulturen. In Kairo beispielsweise mit einem Lieferservice, denn über 20 Millionen Menschen lassen sich schwer in eine überschaubare Anzahl von McDonald’s-Restaurants quetschen. Herrlich!
Es folgt das Franchise Modell des großen, gelben M.:
Franchising in Fakten
Jeder kennt McDonald’s. Was viele jedoch nicht wissen: Nicht alle Restaurants hierzulande gehören dem Unternehmen McDonald’s Deutschland Inc. Heute werden mehr als 72 Prozent der 1.264 Restaurants in Deutschland von selbständigen, mittelständischen Unternehmern im Franchise-Modell betrieben.
Gemeinsam zum Erfolg
Ein Modell, bei dem beide Seiten voneinander profitieren: Denn der Franchise-Nehmer bekommt als selbständiger Unternehmer das Recht, ein eigenes Restaurant unter dem Markennamen McDonald’s zu führen, das Know-how von McDonald’s zu nutzen und z.B. von der nationalen Werbung und günstigen Konditionen beim Wareneinkauf zu profitieren. Im Gegenzug verpflichtet er sich, die Vorgaben und Standards des Franchise-Gebers zu erfüllen. So fordert McDonald’s u.a. die strikte Einhaltung von Qualitätsnormen und Maßnahmen zum Umweltschutz.
McDonald’s steht seinen Partnern mit kompetenter Beratung und laufender Fortbildung in allen Fragen rund um die Führung eines Restaurants zur Seite. Denn je größer der Erfolg des einzelnen Restaurants, umso stärker wird die Marke. Und das gilt natürlich auch umgekehrt.
Das Ganze für Al Kaida (Achtung, das nennt sich Satire)
Franchising in Fakten
Jeder kennt Al Kaida. Was viele jedoch nicht wissen: Nicht alle Zellen weltweit stehen unter dem Kommando von Herrn bin Laden. Außer der Basisorganisation werden etliche Zellen im Franchise-Modell betrieben, ein multinationeles, wie ethnisches Projekt der Spitzenklasse!
Gemeinsam zum Erfolg
Ein Modell, bei dem beide Seiten voneinander profitieren: Denn der Franchise-Nehmer bekommt als selbständiger Kommandant einer Zelle das Recht, ein eigenes Terrorkommando unter dem Markennamen Al Kaida zu führen, das Know-how von Al Kaida zu nutzen und z.B. von der nationalen Werbung, unserer Interpretation des Koran, den von der Basisorganisation geplanten und durchgeführten Angriffen (z.B. New York), dem Medienecho und unfassbar günstigen Konditionen beim Kauf von Ausrüstungsmaterial zu profitieren. Wir verfügen über gute Kontakte zu weltweit tätigen Waffenhändlern. Dabei wird natürlich die Anonymität beider Seiten gewährleistet. Im Gegenzug verpflichtet er sich, die Vorgaben und Standards des Franchise-Gebers zu erfüllen. So fordert Al Kaida u.a. die strikte Einhaltung von Qualitätsnormen und Maßnahmen zur Verbreitung von Angst und Schrecken, auf das unserer Feinde Mägen in der Hölle brennen.
Al Kaida steht seinen Partnern mit kompetenter Beratung in Sachen Propaganda und Nutzung des Koran, um möglichst viele Brüder und Schwestern zu erreichen. Desweiteren mit einer laufender Fortbildung in allen Fragen rund um die Führung einer Zweigorganisation zur Seite. Hierbei nutzen wir unsere Basen, die unsere Feinde lediglich in Afghanistan, Pakistan und Irak vermuten. Denn je größer der Erfolg des einzelnen Terrorkommandos, umso stärker wird die Marke. Und das gilt natürlich auch umgekehrt.
Soweit dazu. Nun, sogar die Medien als Komplex und Geert Wilders selbst, als Subjekt der Medien bzw. Medienmacher in diesem Feld, sind eher bewusst als unbewusst Franchise-Nehmer dieser Organisation, die vielleicht lediglich ein Name und ein Gesicht ist. Also Augen auf beim Burger-Kauf und wohl bekommt’s!




Hallo,
wow bin schwer beeindruckt. Das muß ich gleich nochmal lesen.
Gruß
Joachim